Das Gänseblümchen ist die Heilpflanze des Jahres 2017

Gänseblümchen – lat. Bellis perennis – bedeutet „die schöne Ausdauernde“. Bekannt aus zahlreichen Liedern und Kinderreimen. Kränze wurden geflochten und der Mutter ein Sträußchen gebracht.

Frisch Verliebte kennen das Gänseblümchen durch das Spiel „Er liebt mich – er liebt mich nicht!“ Es blüht schon ab den ersten Frühlingstagen bis in den Spätherbst hinein. Aus einer Rosette mit löffelartigen Blättern ragt ein blattloser, haariger Stängel hervor. Darauf sitzt ein Blütenstand mit weißen, oft auch rötlichen Zungenblüten und einer goldgelben Mitte, gebildet aus einer Vielzahl gelber Röhrenblüten. Die Blütenstände neigen sich der Sonne zu und schließen sich bei feuchter Witterung und ab den Abendstunden.

Verwendung

In der Volksmedizin verwendet man Gänseblümchen zur Blutreinigung, zur Stoffwechsel- und Appetitanregung, als Mittel für Magen, Galle und Leber. Als Wundheilmittel darf es neben Arnika, Calendula und Kamille genannt werden. So findet es seinen Einsatz bei Verletzungen mit stärkeren Hautdefekten, bei Quetschungen, Verstauchungen und Verrenkungen. Bewährt hat es sich auch in der Kinderheilkunde. Als Bestandteil von Kindertees kann es bei Schwächezuständen, bei Erkältung und Durchfall helfen:

Bellis perennis wird in der Homöopathie auch das „Arnica der Geburt“ genannt. Es wird zur Wundheilung nach der Geburt ein-gesetzt. Es fördert die Heilung der Geburtswege, die Rückbildung der Gebärmutter und normalisiert den Wochenfluss. In der Naturkosmetik ist es enthalten in Gesichtspflegepräparaten für unreine, zu Akne neigende Haut. Zum Beispiel Gesichtsdampfbäder oder ein klärendes Gesichtstonikum wirken entzündungshemmend und beruhigend. Auf keinen Fall darf das Gänseblümchen in der „Neunkräutersuppe“ bzw. Gründonnerstagssuppe fehlen. Mit dieser schmackhaften Frühjahrssuppe können wir die angesammelten Schlacken des Winters los werden.

Quelle: Wala Arzneimittel und PTA Forum